Gone Girl

Veröffentlicht am 20. Juli 2020
Wie schnell eine ganz gewöhnliche Geschichte kippen kann und welche Abgründe hinter der perfekten Oberfläche lauern, führt uns David Fincher eindrucksvoll in seinem Thriller vor.
Am Anfang scheint Gone Girl eine ganz gewöhnliche Geschichte zu erzählen. Denn wir verfolgen die geleckte Geschichte eines paradoxen Paares vom komischen Kennenlernen bis zur tragischen Trennung.

Der All-American-Boy, also ein Durchschnitts-Amerikaner – übrigens perfekt besetzt mit Ben Affleck – schafft es eine schöne, intelligente und reiche Frau – ebenfalls sehr gut besetzt mit Rosamunde Pike – von sich zu überzeugen. Die beiden verlieben sich, heiraten und ziehen zusammen aufs Land. Doch irgendwann stellen beide fest, dass sie das, wovon sie immer geträumt haben, immer noch nicht haben. Also kontrollieren sie sich von nun an gegenseitig, anstatt sich zu lieben. Die intensive Beziehung der beiden zerschlägt sich langsam ohne sich endgültig aufzutrennen. Um damit umzugehen, finden beide Ehepartner ihren eigenen Weg. Doch der Weg des einen Partners passt dem anderen nicht und andersherum.
Ben Affleck sucht das Gone Girl
Und daher kommt es, dass der Film dann doch nicht die gewöhnliche Geschichte, sondern eine neue und andere erzählt. Diese eigentliche Geschichte des Films handelt davon, wie weit Menschen bereit sind zu gehen, wenn ihre Träume nicht in Erfüllung gegangen sind, sie deshalb unglücklich sind und sich ungerecht behandelt fühlen. Das Drama zeigt, wohin Betrug und Manipulation führen können.

David Fincher hat Gone Girl so clever inszeniert, dass jede weitere Behandlung des Themas vielleicht schon ein Spoiler wäre. Was schön und schade zugleich ist, denn der Film ist vermutlich sogar so gut, dass er keinen Anstoß der Kritik braucht, um sein Thema und seine Aussage einem breiten Publikum verständlich zu machen. Denn Gone Girl ist ohne Zweifel so intensiv, dass er auf jeden, der ihn sieht, nachwirkt.
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