Tenet: Popcorn- und Rätsel-Kino

Tenet überfordert, verstehen muss man den Nolan-Film nicht: Die Zeit läuft rückwärts, die Geschichte in alle Richtungen. Wohin die Reise führt? Vielleicht doch wieder zurück zur Gegenwart und in die Konfrontation mit der größten Herausforderung der Menschheit.
Eine Folge vom 10. September 2020

Shownotes zur Folge

Ablauf der Sendung:

00:00:00 | Einleitung & Leitgedanke
00:01:01 | Prämisse
00:02:01 | Geschichte & Geschmacksurteile
00:03:20 | Bond by Nolan
00:06:32 | Gibt’s bei diesem Rätsel was zu verstehen?
00:11:32 | Die Überforderung ist das Filmerlebnis
00:17:04 | Rückwärts durch die Zeit laufen
00:21:41 | Figuren aus dem Baukasten-System
00:23:58 | Auf Zeitreise durch Nolans Filmographie
00:27:12 | Eine steile These: Tenet ist ein Klimawandel-Film
00:32:16 | Fazit & Abmoderation

Spoiler:

00:30:38 - 00:31:12 

Ergänzungen:

- 70-mm-Film (TC: 00:00:41) ist ein besonders breiter Filmstreifen. Seine Projektionfläche ist dreimal so groß,wie das Standardformat (35 mm). Hier der Überblick zu den gängigen Filmformaten. Um ein besonders spektakuläres Kinoerlebnis zu schaffen, verwendet Christopher Nolan seit Jahren 70-mm-Rollen der Firma IMAX.
- Der damalige Filmkritiker François Truffaut entwickelte 1954 das Konzept der Autor:innen im Film (TC: 00:01:20). Diese sollten Filme nach ihrer persönlichen Vision und unter weitestgehend eigener Kontrolle gestalten. Lest dazu auch unser Filmhood-Manifest.
- Blockbuster (TC: 00:01:49) sind Kinoproduktionen, von denen sich Studios einen großen Publikumserfolg versprechen. Ziel ist es, möglichst alle Gesellschafts- und Altersgruppen gleichmaßen anzusprechen. Sie verfügen über enorm hohe Budgets - nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Öffentlichkeitsarbeit.
- Als Arthouse (TC: 00:01:55) werden Filme bezeichnet, die in den ebenso betitelten Kinos der USA gezeigt werden. Allgemein gebräuchlicher Ausdruck für Autor:innenfilme, bei denen die Filmkunst oberster Anspruch ist.
- Mehr zur dramatischen Ironie (TC: 00:09:42) erfahrt ihr auch in der vorherigen Episode zu „Richard Jewell“.
- Wenn euch "Mind-Game-Filme" (TC: 00:15:03) interessieren, gibt es hier eine kurze Einführung.
- Der Titel des Films und der Name des Bösewichts stammen aus dem Sator-Quadrat, das man vorwärts,  rückwärts, horizontal und vertikal lesen kann. Bezeichnenderweise ist es so kryptisch, dass es schwer zu entschlüsseln ist. So lädt dieses magische Dreieck zum Rätseln ein – und führt zu immer neuen Deutungen. 
- Bei 00:20:29 gibt es einen kleinen Versprecher: Es soll "gesehen" nicht "gemacht" heißen.
- Den Film der Brüder Lumière Démolition d'un mur  (TC: 00:20:40) gibt´s auf YouTube zu sehen.
- Die steile These ist auch ein Format unserer Website, bei dem wir uns an ungewöhnliche Interpretationen von Filmen wagen.
- Was man auch noch auf die Klimawandel (TC: 00:27:12) beziehen kann, ist, dass Sator sagt, sein schlimmster Fehler sei es gewesen, einen Sohn in eine verfluchte Welt zu bringen.
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