Schönheit und Schmerz – ein Spaziergang durchs Lakota-Reservat

Eine Handkamera führt uns im Modus des Flanierens durch ein Lakota-Reservat: Wir erblicken wunderschöne Landschaften und verlassene Menschen. Doch glimmt da nicht ein Funke Hoffnung?
Eine Folge vom 9. Mai 2021

Shownotes zur Folge

Ablauf der Sendung:

00:00:00 | Anmoderation
00:02:37 | Die Welt des Films: Spazieren durch das Indianer-Reservat
00:03:06 | EINSCHUB: Warum wir das Wort "Indiander" verwenden
00:10:05 | Authentizität des indianischen Lebens
00:15:58 | Neorealismus trifft auf Terrence Malick
00:20:35 | Should I Stay or Should I Go
00:25:10 | Lob und Tadel
00:28:53 | Fazit
00:29:18 | Abmoderation

Spoiler:

- 00:23:27 - 00:24:10 Spoiler Filmende
- 00:28:12 - 00:28:53 Spoiler Filmende

Ergänzungen:

- Chloe Zhao ist nach Kathryn Bigelow die zweite Frau, die den Oscar für die “Beste Regie” gewinnt
- Mehr zum italienischen Neo-Realismus erfahrt ihr hier
- Buchtipp: Sherman Alexie: The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian (2007)
- Podcast-Tipp: Rebecca Nagle: This Land (2019) auf Spotify
- Filmtipp: Smoke Signals (1998). Regie: Chris Eyre, Drehbuch: Sherman Alexie

Einschub:

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Begriff „Indianer“ in Bezug auf die Figuren im Film zu verwenden. Dabei ist uns klar, dass wir uns auf gefährlichem Grund bewegen: „Indianer“ ist (unserem Wissen nach) eine Schöpfung der Kolonialisten – und eine ziemlich dumme obendrauf.

Allerdings ist es im Sprachgebrauch der Native Americans üblich, die Reservate als „Indian Reservations“ und sich selbst als „Indians“ zu bezeichnen. Die Skepsis mancher Vertreter:innen der American Indians gegenüber anderen Bezeichnungen hat unter anderem damit zu tun, dass auch „Native American“ eine Wortschöpfung der Kolonialisten ist, die eine ganze Reihe von Individuen und Nationen als homogene Gruppe zusammenfasst.

Viele Publikationen bedienen sich deshalb ausschließlich der Stammestitel (wie im heutigen Beispiel: Lakota-Nation), anstatt eines Sammelbegriffs. Auch hier liegt das Problem darin, dass viele dieser Bezeichnungen keiner indigenen Sprache entstammen, sondern von den Kolonialisten gewählt wurden.

Letztlich müssen wir uns eingestehen, dass wir beide weiße Westeuropäer sind. Unsere Kenntnisse über die Bevölkerung der Amerikas vor Kolumbus sind rudimentär und Filme wie dieser geben uns ein kleines Fenster in eine große Lebenswelt. Dieses Defizit kann kein einzelner Film auf der Stelle für uns aufholen.
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